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last update: 2021-02-27
 

Mariä Himmelfahrt Renovierung

Kirchenrenovierung macht Fortschritte

Fotos, Text: Agnes Wimmer, auch in der LZ am 2021-02-10

Arbeiten im Nordschiff sind abgeschlossen

Schmerzlich vermisst wird die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt von den Gläubigen der Pfarrei. Seit Juni letzten Jahres ist sie wegen einer groß angelegten Innenrenovierung komplett geschlossen. Gelegentlich wagt sich jemand durch die provisorische Eingangstür, um zu sehen, ob etwas weitergeht. Dort wird fleißig gearbeitet.

Im Chorbereich sind alle Heizungs- und Elektroleitungen neu verlegt. Mit den Natursteinplatten im Rosenspitzmuster wurde der Boden unter Wiederverwendung der intakten Bestandsplatten wieder geschlossen.

Im südlichen Seitenschiff erfolgte eine großflächige Putzabnahme am Sockel bis zu den Fenstersimsen, ein spezieller Kirchenputz wird aufgezogen.

Im Mittelschiff wurden alle Bänke ausgelagert, der Holzboden mit Platten abgedeckt und die Heizungsrohre eingehaust. Verblieben und verhüllt sind lediglich Haupt- und Seitenaltäre sowie die Kanzel.

Arbeit an wertvollen Stuckaturen vollendet

Das Gewölbe des Nordschiffes ist mit künstlerisch sehr beachtenswerten Stuckaturen aus der Zeit von 1670 bis 1680 überzogen. Es besteht ein reiches Rahmenwerk mit Engelsfiguren und Fruchtstücken.

Das zentrale Thema im Mittelfeld ist in einer vielfigurigen Stuckreliefdarstellung der Kreuzigung Christi gewidmet. Weitere Stuckaturen finden sich an den Seitenwänden des Schiffes, an den Fensterlaibungen und an der Laibung der Scheidbögen.

Alle sind in Weiß gehalten. Die reichen Stückarbeiten aus Leistenornamentik, frei geformten Kartuschen und Symbolen mit Engeln stammen von unbekannten Künstlern. Sie ähneln den Arbeiten der Schlierseer Stuckatoren und könnten diesen zugeordnet werden.

In langwieriger und präziser Arbeit wurde das komplette Gewölbe inzwischen gesäubert und restauriert. Eine nahezu staubdichte Abschottung schützt das fertige nördliche Schiff, die Einrüstung bleibt noch bestehen.

Bauabschnitt II hat begonnen

Zur Durchführung von Bauabschnitt II ist die Einrüstung von Haupt- und südlichem Seitenschiff nötig. Es erfolgen Baumeisterarbeiten an Decken und Wänden, die Überarbeitung der Raumschale durch den Kirchenmaler sowie Elektroinstallationen mit Beleuchtungstechnik.

Die festen Ausstattungen der gesamten Kirche werden gereinigt und konserviert. Dieser Bauabschnitt wird das gesamte Jahr 2021 beanspruchen. Bis zur Fertigstellung aller Arbeiten in der zweiten Jahreshälfte 2022 finden die Gottesdienste weiterhin im Pfarr- und Jugendheim statt.

Grabplatte bleibt unberührt

Die umfassende Innenrenovierung der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt fand nach längerer Planungsphase mit dem Objektschutz vor einigen Monaten ihren Anfang.

Inzwischen wurde im Chorbereich der Natursteinbelag inklusive des Mörtelbettes aufgenommen. Unter dem Belag kamen lediglich betonierte Heizleitungsschächte zum Vorschein, die mit quadratischen Betonplatten abgedeckt wurden.

Für die Leitungsführung von Heizung und Elektro sollen diese bestehenden Schächte nach Erneuerung der Isolierung und Reinigung wieder verwendet werden.

Eine möglicherweise weitere erforderliche Bodenöffnung wird mit der Bodendenkmalpflege abgestimmt. Die Grabplatte im Chorbereich, deren Inschrift nicht mehr zu entschlüsseln ist, bleibt bei der Renovierung des Presbyteriums unverändert.

Nach den Leitungsarbeiten werden die alten Bodenplatten auf den Bestandsboden direkt verlegt. Bis Ende des Jahres sollten die Bodenarbeiten im Altarbereich fertiggestellt sein.

Im nördlichen Seitenschiff hat die Restaurationswerkstätte mit den Reinigungs- und Renovierungsarbeiten an der stuckbelegten Raumschale begonnen. Diese werden noch längere Zeit in Anspruch nehmen.

Fotos, Text: Agnes Wimmer, auch in der LZ am 2020-09-07